___Realismus

________________________________________________________________________________philosophie

Die Frage nach Wahrheit & Realität

 

Mit Welt wird die Gesamtheit dessen, was ist, bezeichnet.

Der Begriff umfasst also nicht Einzelerscheinungen, sondern eine Totalität.

Die Einschätzung, was zu diesem Begriff im Einzelnen genau gehört,

ist abhängig von subjektiven und kulturellen Vorstellungen.

Deshalb bestehen je nach individuellem Wissensumfang und

besonders dem jeweiligen Kulturkreis unterschiedliche Ansichten darüber,

was unter Welt genau zu verstehen sei. Im Lauf der Zeit haben sich

sehr viele verschiedene Verwendungen des Begriffs herausgebildet.

So ist zum Beispiel im Gegensatz zum vergleichsweise exakt definierbaren Begriff

der Erde im Sinne des räumlich klar definierten Planeten der Begriff Welt

meist weiter gefasst und umfasst in seiner weitesten Auslegung

die Gesamtheit des physikalischen Universums

bzw. des Weltalls sowie alles Seiende, das sich innerhalb dieses Universums

als existierend wahrnehmen oder annehmen lässt.

Für die Griechen der Antike hingegen war die Welt ein Kosmos,

also im Gegensatz zum Chaos ein wohlgeordnetes harmonisches Ganzes.

Der Begriff Welt muss daher für eine genaue Definition

immer im Kontext kultureller, religiöser, wissenschaftlicher

und philosophischer Anschauungen behandelt werden.

Geschichtlich wurde der Begriff – insbesondere vor den astronomischen und

geografischen Entdeckungen der Neuzeit – meist als der jeweils bekannte Teil

der Erdoberfläche, des Himmels, der Natur und teilweise auch der Götter verstanden.

Dieses Verständnis änderte sich in der Neuzeit,

in deren Zuge stärker zwischen der Erde als einzelnem Planeten und

der Welt als ganzem Universum unterschieden wurde.

Andererseits meint man auch heute noch, wenn man von Weltgeschichte spricht,

in erster Linie die Geschichte der menschlichen Gesellschaft,

obgleich in der Formulierung Weltgeschichte, etwa in der Fassung des Weltgeists bei Hegel,

eine universelle Dimension des philosophisch Absoluten mitschwingt.

Welt ist ursprünglich ein rein singulares Wort,

das erst seit Ende des 16. Jahrhunderts sprachübergreifend auch im Plural

Welten verwendet wird. Dabei hielt sich zum Beispiel für den Begriff Weltall

der Singular, für die Weltkugel hingegen ist die Pluralbildung möglich.

Im Christentum bezeichnet Welt die Gesamtheit der Menschen

und natürlichen wie übernatürlichen Mächte, die dem Willen Gottes entgegenstehen.

Dieses Verständnis führt daher in dem Sinne zum Bruch mit der Welt,

dass Gottes Wille in allen Dingen maßgeblich wird,

anderseits zu einem Eigenwert der Welt als von Gott gemachter,

jedoch sündig gewordener Schöpfung.

Oft wird in der Theologie auch die Formulierung weltlich gebraucht,

d.h. im Sinne des zeitlich Irdischen, Säkularen, Materiellen, Profanen

im Unterschied zum Göttlichen, Heiligen und Ewigen.

Als Erlöser der Welt von Sünde, Tod und Hölle ist Jesus Christus nach biblischer

Lehre das Ziel der Bestimmung jedes Menschen und der ganzen Geschichte.

Alle Sünden, besonders hervorgehoben der Ungehorsam gegen Gottes Weisung,

die Lüge, die Habgier, der Götzendienst, der Okkultismus jeder Form,

die fehlgeleitete Sexualität, zählen im Christentum zum Bereich des Weltlichen,

das der Gläubige durch die Hinwendung zu Jesus Christus, das Empfangen

der aus verdienstloser göttlicher Gnade geschenkten Seligkeit zu überwinden habe.

Für Immanuel Kant kommt dem Begriff der Welt lediglich regulative Bedeutung zu,

da ihr keine Anschauung entspricht.

Anschauungen haben wir nämlich stets nur von einzelnen Objekten.

Die Welt kann uns aber niemals als Einzelnes, noch als Ganzes gegeben sein.

Trotzdem hat der Begriff einen gewissen Wert als Orientierungshilfe,

die Idee der Welt bleibt eine regulative Idee der reinen Vernunft.

Für die Phänomenologie ist die Welt ein Horizontphänomen.

Das heißt, sie ist nach Karl Jaspers für die menschliche Existenz

nur in Form von Grenzsituationen erfahrbar und lässt sich gerade

nicht beschreiben als die Summe alles Seienden.

Die Welt ist vielmehr erst die Bedingung dafür, dass uns in ihr einzelne Dinge begegnen können.

Sie geht damit jeglichem Bezug gegenüber Innerweltlichem voraus.

Während der neuzeitliche Subjektivismus mit Descartes ein Auseinanderfallen

von Subjekt und Objekt hervorbrachte und damit die erkenntnistheoretische Frage,

wie dem weltlosen Subjekt der Zugang zur Außenwelt gelinge,

ist für Heidegger dem Menschen immer schon eine Welt mitgegeben.

Hinter das Phänomen der Welt kann dabei denkerisch

nicht zurückgegangen werden, da die Welt eine sinnhafte Totalität ist.

Sinn ist jedoch ein Emergenzphänomen, das nicht durch Zusammenstücken

von zunächst sinnlosen (also beziehungslosen) Objekten rekonstruiert werden kann.

 

Das Problem einer Gesellschaft ist die fehlende Solidarität.

Menschen zu informieren ist erfüllende Bemühtheit.

Gutes zu tun löst langfristige Glücksgefühle aus.

Das Leuchten in den Augen des andern ist freudvoller, als jedes Geld.

Für ein erfülltes Leben braucht jeder eine Tagesdosis an Bedeutung für andere.

Veränderung wird durch das Bewusstsein erzeugt.

"Wer ständig glücklich sein will, muss sich ständig verändern." - Konfuzius

"Bedenke, dass die menschlichen Verhältnisse insgesamt unbeständig sind,

dann wirst du im Glück nicht zu fröhlich und im Unglück nicht zu traurig sein." - Sokrates

Laut Albert Camus war der glücklichste Mensch ein Herr namens Sisyphos.

Der Typ, der den ganzen Tag einen Stein den Berg herauf rollt.

Ein Stein, der dann kurz vor dem Ziel zurückrollt. Danach wären wir alle glücklich.

Es gibt viele, die ihren Job als Sisyphos-Arbeit bezeichnen.

Camus sah im Sisyphos den Inbegriff eines sinnlosen Lebens.

Doch wie kann ein sinnloses Leben glücklich machen?

Statt auf der Autobahn mit Höchstgeschwindigkeit

in Richtung Erfüllung zu brettern, eiern wir mit einer Bummelbahn durchs Leben,

die an den absurdesten Orten Halt macht.

Aber gerade dadurch eröffnet sich die Möglichkeit, dem Leben in

der bewussten Anerkennung des Absurden Würde und Grösse zu geben.

Wir leben unser Leben. Ein Leben, dass immer wieder Haken schlägt,

uns hinters Licht führt, und wenn wir einmal glauben,

die Grundregeln verstanden zu haben, uns den Stinkefinger zeigt.

Aber das kann ja auch was Gutes haben.

Wenn es keinen Masterplan gibt, kann man selber einen schmieden.

So sah es auch Jean Paul Sartre. Er stellte die Sinnfrage nach dem Sein und machte aus ihr

eine eigene philosophische Richtung: den Existentialismus.

In seinem Mittelpunkt steht der existente Mensch,

in all seinen Zuständen. Ob verliebt, ängstlich oder wütend,

der sich als frei und selbstbestimmt erkennt.

Wir können tun, was wir wollen, denn wir definieren uns nur über unser Handeln.

 

Die alten Griechen stellten sich damals Fragen über

die Wirklichkeit des Wirklichen und das Sein des Seienden.

Wenn ich bin, muss dafür jemand gesorgt haben, dass es mich gibt.

Nietzsche meinte, dass die Menschen mittlerweile durch ihr Handeln die Idee,

dass ein himmlischer Gentechniker eine Superrasse schaffen wollte,

zunichte gemacht haben. Also dass wir es gar nicht verdienen,

an einen Gott zu glauben, der uns nach seinem Abbild erschaffen haben soll.

Seit jeher versuchte man Wissenschaft und Glaube zu vereinen.

Thomas von Aquin hatte im Mittelalter einen unschlagbaren Gottesbeweis parat:

von nix kommt nix, 0=0, 1=1.

Denn alleine die Tatsache, dass wir und die Welt existieren, heisst ja,

dass alles irgenwann einmal erschaffen worden sein muss.

Immanuel Kant fragte sich, ob Gott zu unvorstellbar ist, als dass er sich beweisen liesse.

Es ist heutzutage einfacher Gott zu verleugnen, als eine überirrdische Macht,

die sich nicht wissenschaftlich erklären lässt, zu akzeptieren.

Die einen fliehen in fernöstliche Glückskeksweisheiten,

die anderen betreiben Wellness, bis der Notarzt kommt.

Wissenschaftlich begründet ist, dass der Mensch den natürlichen Willen zum Glauben hat.

Man braucht einen Grund, dass unser Gastspiel auf Erden nicht umsonst war.

Im Stalinismus wurde der Glaube verbannt.

Und die Menschen suchten nach Ersatzreligionen.

Egal woher er kommt, waren Glaubensgrundsätze von Anfang an auch immer

einfach verständliche Gesetze, durch die ein gemeinschaftliches Leben

überhaupt erst möglich wurde.

Der Mensch strebt nach Erkenntnis und müsse, kaum hat er

eine Wahrheit gefunden, erfahren, dass

wer nur alles ansieht und erfährt, was in der Welt geschieht,

traurig werden wird. Aber Wahrheit meint mehr als Wissen.

Die Erkenntnis der Wahrheit zielt auf die Erkenntnis des Guten.

Das ist auch der Sinn des sokratischen Fragens:

Was ist das Gute, das uns wahr macht?

Die Wahrheit macht uns gut, und das Gute ist wahr:

Ein Optimismus, der im christlichen Glauben lebt.

Für den Philosophen ist Gott ein Objekt,

für betende Menschen ist er das Subjekt.

Ihr Ziel ist nicht, ihn als Konzept des Erkennens zu besitzen,

informiert zu sein über ihn, als wäre er eine Tatsache neben anderen.

Sie sehnen sich danach, von ihm ganz in Besitz genommen zu werden,

Gegenstand seines Erkennens zu sein, und das zu spüren.

Die Aufgabe ist nicht, das Unbekannte zu kennen, sondern von ihm durchdrungen

zu sein; nicht zu kennen, sondern von ihm erkannt zu werden, uns ihm auszusetzen,

nicht ihn uns; nicht zu urteilen und sich zu behaupten, sondern zu hören und

von ihm beurteilt zu werden. - Abraham J. Heschel, "Man is not Alone"

"Glück, Freiheit sind Negationen der Wirklichkeit." - Wilhelm Busch, Dichter

Wahrheit ist eine Disposition, nämlich jemandem oder etwas die Treue zu wahren.

Man kann nicht einfach an nichts glauben und so jeglichen Glauben meiden,

einfach deswegen, weil man der Welt gegenüber keine Disposition

haben kann, das wäre in sich schon wieder eine Disposition.

 

Manche Menschen entschliessen sich, an den Materialismus zu glauben;

Sie handeln so, als wäre diese Philosophie wahr.

Eine Antwort auf die Frage, ob Gott existiert, kann nur so kommen,

dass ich so handle, "als ob" es Gott gibt, und auf diese Weise

Gott die Treue wahre und vielleicht erlebe, wie Gott mir die Treue wahrt.

Dieses "Tun, als ob" ist keineswegs eine Ausflucht, ein Eingeständnis,

dass man das, was man angeblich glaubt, gar nicht "wirklich" glaubt.

Im Gegenteil: Wie Hans Vaihinger verstand, ist alle Erkenntnis,

vor allem wissenschaftliche Erkenntnis, nicht mehr als zu handeln,

"als ob" bestimmte Modelle bis auf Weiteres wahr sind.

Im katholischen Katechismus heisst es: "Der Glaube gibt uns die Gewissheit,

dass Gott das Böse nicht zuließe, wenn er nicht auf Wegen, die wir erst

im ewigen Leben vollständig erkennen werden, sogar aus dem Bösen Gutes hervorgehen ließe."

Der Alt-Bischof Franz Kamphaus kritisiert eine "heute gängige Gottesvorstellung",

die den "Träumereien von einer leidfreien Gesellschaft" entspreche.

"Was hier unten ist, ist gleich dem, was oben ist",

schrieb Hermes 'Mercurius' Trismegistus, der Autor des Corpus Hermeticum,

der Bote des Zeus, der erste Musiker, der Patron der Astrologie und Alchemie in Altägypten,

"der dreimal grösste Hermes" - laut Marsilio Ficino:

"der grösste der Philosophen, der grösste der Priester und der Könige."

"Ein Irrtum ist viel leichter zu erkennen, als die Wahrheit zu finden.

Jener liegt auf der Oberfläche. Damit läßt sich wohl fertig werden.

Diese ruht in der Tiefe. Danach zu forschen, ist nicht jedermanns Sache" - Goethe

 

Was ist Wahrheit?

Es gibt die verschiedensten Arten, die Wahrheit herauszubekommen.

Durch höfliches Nachfragen, Privat-Detektive, Gerichtsmediziner, Folter,

oder durch die Wahrheitsdroge Natriumpentathol.

Die Frage nach der Wahrheit gehört zu den zentralen Problemen der Philosophie

und wurde von den verschiedensten Denkern

unterschiedlich beantwortet. Für Arestoteles ergab sich Wahrheit daraus,

dass möglichst viele Leute mit einer Meinung oder Annahme übereinstimmen.

Doch es muss schon auch gleichzeitig als allgemein wahr bewiesen werden.

So sah es der Mönch Thomas von Aquin, und nach ihm Kant und Hegel.

Der Beweis muss erbracht werden, von der Allgemeinheit akzeptiert werden,

und erst dann wird das Ganze wahr.

Die Wahrheit definiert sich hier als Übereinstimmung zwischen dem Wissen und dem Seienden.

Später im dialektischen Materialismus ging man mehr ins Detail

und unterscheidet die Relative von der Absoluten Wahrheit.

Beide bilden eine Einheit, ein Spannungsfeld, dass zur Wahrheitsfindung dient.

Eine absolute Wahrheit ist: die Erde ist eine Kugel.

Aber diese Wahrheit lässt sich relativieren.

Die Erde ist durch die Rotation und die Polkräfte an vielen Stellen eingebeult.

Aber prinzipiell ist sie natürlich eher eine Kugel als eine Scheibe.

Somit erhalten wir immer eine "Update-Wahrheit", eine relative Wahrheit.

Eine endgültige ewige Wahrheit gibt es nicht.

Im Realismus rückte das Individuum mehr in den Mittelpunkt.

Denn im Verstehen der Welt und ihren Wahrheiten spielen auch Herkunft,

kulturelle Einflüsse, Erziehung und moralische Grundsätze eine wichtige Rolle.

Hat demnach jeder Mensch seine eigene Wahrheit?

Kann es überhaupt die Wahrheit an sich geben?

Beweisen lässt sich das nicht, aber auch nicht das Gegenteil.

Es gibt eine an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit.

Denn es gibt ja wirklich Dinge, die einfach stimmen. Egal ob nachgeprüft oder nicht.

Das unzweifelhafte Augenscheinliche, auch Evidenz genannt.

Eine Aussage ist wahr, wenn ihre Behauptung mit ihrer Realität übereinstimmt.

Dieser Gedanke wurde auch im amerikanischen Pragmantismus aufgegriffen.

Eine philosophische Spielart, indem man sich mit dem zufrieden gibt, was man hat.

Denn man braucht manchmal keinen Beweis, solange man sich gegenseitig versteht.

Die Wahrheit einer Behauptung hängt davon ab,

ob sich allein durch Argumente ein allgemeiner Konsenz herstellen lässt.

Wir verstehen uns gegenseitig und können dadurch die Wahrheit erkennen.

Wir wissen wechselseitig, was wir meinen und wovon wir reden. Wir finden einen

gemeinsamen Tenor. Und das ist die ganze Wahrheit. (Markus Fuchs) Quelle: 3Sat.de 

____________________________________________________________________________________psychobiologie

Conscientia

 

Bewusstsein

(lat. conscientia "Mitwissen" und agr. συνείδησις syneidesis

"Miterscheinung", "Mitbild", "Mitwissen", συναίσθησις Mitwahrnehmung

und φρόνησις von φρονεῖν bei Sinnen sein, denken)

ist im weitesten Sinne die erlebbare Existenz mentaler Zustände und Prozesse.

Eine allgemein gültige Definition des Begriffes ist aufgrund seines

unterschiedlichen Gebrauchs mit verschiedenen Bedeutungen schwer möglich.

Die wissenschaftliche Forschung beschäftigt sich vor allem

mit den klarer definierten Bewusstseinszuständen.

Das lateinische Wort hatte ursprünglich eher Gewissen bedeutet und

war zuerst von René Descartes in einem allgemeineren Sinn gebraucht worden.

Der Begriff "Bewusstsein" hat im Sprachgebrauch eine sehr vielfältige Bedeutung,

die sich teilweise mit den Bedeutungen von "Geist" und "Seele" überschneidet.

Im Gegensatz zu diesen Begriffen ist "Bewusstsein" jedoch weniger von

theologischen und dualistisch-metaphysischen Gedanken bestimmt,

weswegen er eher auch in den Naturwissenschaften verwendet wird.

 

Man unterscheidet heute in der Philosophie und Naturwissenschaft

verschiedene Aspekte und Entwicklungsstufen:

Bewusstsein als "belebt-sein" oder als "beseelt-sein" in verschiedenen Religionen

oder als die unbegrenzte Wirklichkeit in mystischen Strömungen.

Bei Bewusstsein sein: Hier ist der wachbewusste Zustand von Lebewesen gemeint,

der sich unter anderem vom Schlafzustand, der Bewusstlosigkeit

und anderen Bewusstseinszuständen abgrenzt. In diesem Sinn lässt sich Bewusstsein

empirisch und objektiv beschreiben und teilweise eingrenzen.

Viele wissenschaftliche Forschungen setzten hier an; insbesondere mit der Fragestellung,

inwieweit das Gehirn und das Bewusstsein zusammenhängen.

 

Bewusstsein als phänomenales Bewusstsein:

Ein Lebewesen, das phänomenales Bewusstsein besitzt,

nimmt nicht nur Reize auf, sondern erlebt sie auch.

In diesem Sinne hat man phänomenales Bewusstsein,

wenn man etwa Schmerzen hat, sich freut, Farben wahrnimmt oder friert.

Im Allgemeinen wird angenommen, dass Tiere

mit hinreichend komplexer Gehirnstruktur ein solches Bewusstsein haben.

Phänomenales Bewusstsein ist als so genanntes Qualiaproblem

eine Herausforderung für die naturwissenschaftliche Erklärung.

 

Bewusstsein als gedankliches Bewusstsein:

Ein Lebewesen, das gedankliches Bewusstsein besitzt, hat Gedanken.

Wer also etwa denkt, sich erinnert, plant und erwartet,

dass etwas der Fall ist, hat ein solches Bewusstsein.

Es ist als Intentionalitätsproblem eine Herausforderung für die naturwissenschaftliche Erklärung.

Bewusstsein des Selbst und seiner mentalen Zustände:

Selbstbewusstsein in diesem Sinne haben Lebewesen,

die nicht nur phänomenales und gedankliches Bewusstsein haben,

sondern sich auch darüber im Klaren sind, dass sie ein solches Bewusstsein haben.

Dieses Selbstbewusstsein ermöglicht somit ein Bewusstsein von sich selbst als Individuum.

Man trifft es bei Menschen und rudimentär bei einigen anderen Säugetieren an.

 

Individualitätsbewusstsein besitzt, wer sich seiner selbst und darüber hinaus

sich seiner Einzigartigkeit als Lebewesen bewusst ist und

die Andersartigkeit anderer Lebewesen wahrnimmt.

Die Verwendung des Begriffes Bewusstsein ist letztlich immer auf eine

dieser Bedeutungen und damit auf eine Eingrenzung angewiesen.

Auch drücken sich in den verschiedenen Verwendungsweisen oft

unterschiedliche Weltanschauungen aus.

Eine allgemeine Definition des Begriffes ist aufgrund seiner

sehr unterschiedlichen Bedeutungen schwer möglich.

In einem materialistischen Weltbild entsteht das Rätsel

des Bewusstseins anhand der Frage, wie es prinzipiell möglich sein kann,

dass aus einer bestimmten Anordnung und Dynamik von Materie Bewusstsein entsteht.

 

In der Philosophie war das Rätsel des Bewusstseins schon lange bekannt.

Es geriet aber in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts unter dem Einfluss des

Behaviorismus und der Kritik von Edmund Husserl

am Psychologismus weitgehend in Vergessenheit.

Dies änderte sich nicht zuletzt durch Thomas Nagels 1974 veröffentlichten Aufsatz

What is it like to be a bat? Nagel argumentierte, dass wir nie erfahren würden,

wie es sich anfühlt, eine Fledermaus zu sein.

Diese subjektiven Fakten seien aus der Außenperspektive der Naturwissenschaften

nicht erforschbar. Heute teilen viele Philosophen die Rätselthese –

etwa David Chalmers, Frank Jackson, Joseph Levine und Peter Bieri.

Es gibt allerdings auch Philosophen, die hier kein Rätsel erkennen wollen -

etwa Patricia Churchland, Paul Churchland und Daniel Dennett.

Die Rätselhaftigkeit des Bewusstseins als Phänomen äußert sich in zwei verschiedenen Aspekten:

Zum einen haben Bewusstseinszustände einen Erlebnisgehalt, und es ist nicht klar,

wie das Gehirn Erleben produzieren kann. Dies ist das Qualiaproblem.

Zum anderen können sich Gedanken auf empirische Sachverhalte beziehen und

sind deshalb wahr oder falsch. Es ist aber auch nicht klar,

wie das Gehirn Gedanken mit solchen Eigenschaften erzeugen kann.

Das ist das Intentionalitätsproblem. 

 

 

Links vs Rechts

Das menschliche Gehirn ist in zwei Hemisphären- links und rechts aufgeteilt.

Diese Theorie über die Struktur und Funktionen des Geistes schlägt vor,

dass die beiden unterschiedlichen Seiten des Gehirns

zwei verschiedene "Modi" des Denkens steuern.

Jeder von uns zieht einen Modus den anderen vor.

 

Die linke Gehirnhälfte ist verantwortlich für:

Sprache-Lesen-Rechnen

Ratio-Logik

Regeln-Gesetze

Konzentration auf einen Punkt

Analyse-Detail

Wissenschaft

Schritt für Schritt

Einzelheiten

Zeitempfinden

Linearität

Die linke Gehirnhälfte ist also für alles zuständig,

was im allgemeinen Verständnis als Denken bezeichnet wird.

Sie denkt in Sprache, in Begriffen, sie denkt logisch, analytisch.

 

Die rechte Gehirnhälfte ist verantwortlich für

Körpersprache-Bildersprache

Intuition-Gefühl

Kreativität-Spontaneität

Sprunghaftigkeit

Neugier-Spielen-Risiko

Synthese-Überblick

Kunst-Tanz-Musik

Ganzheitlich

Zusammenhänge

Raumempfinden

Die rechte Gehirnhälfte steuert also mehr

die Intuition, Kreativität, Symbole und Gefühle.

Diese Gehirnhälfte wird durch Metaphern aktiviert,

durch die beim Leser oder Zuhörer eigene, dazupassende Bilder,

Symbole, Melodien oder Gerüche entstehen können.

Das Rohmaterial der Gedanken, die aufblitzenden Ideen,

die Bilder, ja alle Sinneseindrücke werden rechts bearbeitet.

 

 

Linke Funktionen                            Rechte Funktionen

 

nutzt Logik______________________verwendet Gefühl

Detail orientiert__________________"Big picture" orientiert

Fakten Regel____________________Phantasie Regeln

Worte & Sprache_________________Symbole & Bilder

Gegenwart & Vergangenheit________Gegenwart & Zukunft

Mathematik & ___________________Philosophie & 

 Naturwissenschaften______________ Religion

begreifen kann___________________können "get it" 

Wissenswertes__________________ (d. h. Bedeutung)

anerkennt_______________________glaubt

Bestellung_______________________schätzt

/ Muster der Wahrnehmung_________Raumwahrnehmung

weiss Objektnamen_______________weiss Objekt Funktion

Realität_________________________Fantasie basiert

Formen Strategien________________zeigt Möglichkeiten

praktische_______________________ungestüm

sicher__________________________Risikobereitschaft

T i m e l i n e

 

          

Die Alten Inder, Ägypter, Babylonier,

Chinesen, Inka und Maya haben mit

ihrer Architektur bewiesen, dass

Kunst und Wissenschaft

zusammengehören.

Sumer, "Land der zivilisierten Herren" -

Sie entdeckten die Astronomie,

das Rad, die Alphabetisierung,

und das Schul- und Rechtssystem.

Hier wurde Gold zum Zeichen der Macht.

Nach der Oberherrschaft von Anu,

dem ersten sumerischen König,

vereinte Narmer die Stämme am Nil und

gründete dort eine freie Gesellschaft.

Vier Jahrhunderte nach Narmer

errichteten die Pharaonen mit Imhotep

die ersten Pyramiden Ägyptens.

Huángdì vereinte die Stämme

im Fernen Osten.

"Es ist unglaublich, wieviel Geist

in der Welt aufgeboten wird,

um Dummheiten zu beweisen."

- Friedrich Hebbel, Lyriker

Narmer, Imhotep, Huángdì, Enoch,

Noah, Abraham, Mošes, Ahărōn,

Taotep, Echnaton,

Der Schafhirt Sarki und sein Arbeiter Toba

erfanden die Keilschrift in Sumer.

Mit dem neuen Schriftsystem der

Phoenizier im israelischen Kanaan

um etwa 1000 v.Chr. blühte die hebräische,

trojanische und griechische Kultur auf,

und auch die südlichen Königreiche

Äthiopiens und Jemens.

David, Salomon, Isaiah,

Menelik, Hómēros, Hermes,

Orpheus, Solon, Thales, Pittakos,

Lǎozǐ, Sūn Wŭ, Kǒng Qiū,

Gautama, Zhuangzi,

Zeus von Olympia wachte über das Volk

der Griechen. "Zusammen mit 11 anderen

Göttern regierte er die ganze Welt."

In der Zeit von Odysseus und Homer

beneideten sie die Welt der Götter.

Sie strebten danach zu sein wie sie.

Die königlichen Bibliotheken

der Antike in Jerusalem,

in Babel, Persepolis, Pergamon,

Ephesos, Alexandria, im Indus-Tal,

in China, Mesoamerika;

und die Bibliotheken der Griechen

Homer, Peisistratos, Polykrates,

Plato (Academia), Aristoteles (Lykeion),

Epikur (Kepos), wurden alle grösstenteils

vernichtet. Nur wenige Schriften sind

bis heute erhalten geblieben.

Platos Symposium in Athen 387 v.Chr.

Pythagóras, Protagoras, Hērákleitos,

Parmenides, Empedoklēs, Hēródotos, Sōkrátēs, Leukippos, Dēmokritos,

Plátōn, Aristotélēs,

Epikouros, Zenon,

Ling Lun, Mèngzi, Eratostenes,

Herophilos, Eukleidēs, Hippokrátēs,

Die Shàng Xiáng Universität 200 v.Chr.

& die Shuyuàn in Nánjing 258 n.Chr.

Die erste Lehre der Menschenrechte,

wurde vom buddhistischen König

Ashoka verbreitet.

Während die Minoer sich der

Naturgewalt ergaben

versuchten die Chinesen

die Natur zu zähmen.

Das einheitliche China war

vom 1.-15. Jahrhundert die

fortschrittlichste Zivilisation.

Der Eisenguss war hier das erste

Vorzeichen der Industrialisierung.

Die ersten Fabriken enstanden,

die Massenproduktion ermöglichten.

Das belegen das Mausoleum

Qín Shǐhuángdìs und ein 2.400 Jahre

altes Zahnrad ("Jade-Ring"),

welches der späteren

Archimedischen Spirale ähnelte.

Ein semi-industrielles

Wirtschaftssystem im Nordosten

ermöglichte Erfindungen wie:

die Medizin, das Katapult,

das modulare Waffensystem,

automatisierte Wassermühlen,

Bohrmaschinen zur Förderung

von Salz, Öl und Gas, den

Seismographen von Zhang Heng,

Ballspiele, die Seidenzucht 

sowie die Nudeln.

In Babel wurde bereits um 250 v.Chr.

mit der "Bagdad-Batterie"

Elektrizität erzeugt.

Archimedes, das Genie der Antike,

entwarf u.a. das Planetarium,

und berechnete das Volumen der

Kugel und des Kegels (2/3).

Durch seine Erkenntnisse

entdeckten seine Nachfolger u.a.

die Krantechnologie,

den Dampfantrieb, die Wasserpumpe,

den Analogrechner.

Die Universität von Taxila 700 v.Chr.

und Nalanda 500 v.Chr. im Indus-Tal

Archimedes, Artapanus, Ktesibios,

Philon, Hipparkhos,

Aristobulos, Yehudit,

Sīma Qiān, Heron, Vitruvius, Makabi,

Ploútarkhos, Cicero, Zhang Heng,

Yĕšuă, Saulus, Petrus, Yochanan,

Phoebe, Lydia, Yunia, Perpetua,

Plutarch, Josephus, Clemens, Plotin,

Origenes, Ptolemaeus, Huangfu Mi,

Galenus, Augustinus, Mauritius,

Das Miteinander der Kulturen in

Alexandria endete mit den Römern.

Die besten Köche,

Ingenieure und Architekten

aus Ägypten, Griechenland und

dem Nahen Osten wurden nach

Rom bestellt, um Maschinen zu

optimieren und die grossen

Bauwerke zu errichten.

Das Colosseo in Rom wurde aus der

Beute des jüdischen Krieges um 70

finanziert, u.a. mit dem geplünderten

Goldschatz des Tempels von Salomo.

Jerusalem wurde trotz des diplomatischen

Widerstands von Josephus zerstört.

Seitdem wurde das jüdische Volk

in alle Welt zerstreut.

Der Goldpreis in Syrien fiel um die Hälfte.

Die Männer des frühen Christentums

wurden von den Römern gejagt.

Die Stimme der Frau

wurde zum ersten Mal in

christlichen Gemeinden gehört.

Hier wurden Perpetua & Felicitas zu

den ersten weiblichen Märtyrerinnen.

Die traditionellen Gladiatorenkämpfe

endeten in der Zeit Konstantins.

Um 313 führte der römische Kaiser die

Ideologie der 'männlichen' Kirche ein.

Für die antiken Herrscher waren

Religion und Politik nicht zu trennen,

deshalb hatte der egozentrische

Konstantin 'der Grosse' das

Christentum an den Staat gebunden

und der römischen Christianisierung

damit den Weg bereitet.

Die schnelle Ausbreitung des frühen

Christentums fußt auf einen

intensiven Briefaustausch von Paulus.

Seine Nachfolger (darunter Frauen

wie Phoebe, Lydia und Junia

zusammen mit ihrem Mann

Andronikos) installierten ein

geregeltes Briefsystem.

Mānī, Capella, Guo Po, Constantinus,

Hypatia, Wenchang Wang,

Zu Chongzhi,

Muhammad, Tumādir Al-Khansā,

Abu Nuwas, Ibn Qutaiba, 

Johannes von Damaskus, ibn Anas,

Alkuin, Li Bái, Dù Fu, Bái Jūyì,

Bi Sheng, Fatima Al-Fihri, ibn Fadlan,

Die Universitäten Al-Karawiyin 859

in Marokko und Al-Azhar 975 in Kairo

Al-Kindī, ibn Firnas, Al-Farabi,

Duan Chengshi,

Al-Haytham, Al-Qabisi, Al-Bīrūnī,

Al-Juārizmī, ibn Sīnā, as-Sulamī,

Al-Ghazālī, Su Song,

Die Demokratisierung Europas

entwickelte sich auch durch die

Ökonomisierung der Araber

 - dank ihrer Algebra und Geometrie.

Das Kloster Monte Cassino unterhielt

in Salerno ein Hospital.

Aus der Gruppe der Heilkundigen,

der civitas salernitatis,

entwickelte sich Europas erste

medizinische Hochschule.

Unter Erzbischof Alfanus

und mit Hilfe von Konstantin

dem Afrikaner, einem

tunesisch-arabischen Mediziner,

der griechisch-arabische Texte

ins Lateinische übersetzte, blühte

die Schule im 10. Jahrhundert auf.

1240 erliess der Kaiser des römisch-

deutschen Reiches, Friedrich II., eine

Verordnung nach dem Vorbild der

Al-Azhar Universität in Kairo, welches

das medizinische Studium regelt.

"Der Geist ist das Edelste beim Menschen"

Bis heute gilt für alle Mediziner

dieser Grundsatz von Avicenna.

Die persische Sternkunde

in Samarkand wurde zum Erbe

an den Westen.

Die hohe Ingenieurskunst

der Ägypter, Griechen, Römer,

Byzantiner und Chinesen

wurden im Goldenen Zeitalter

der Araber weiterentwickelt.

Vom 7.-15. Jahrhundert war

die Islamische Welt

technologisch überlegen.

Es gab dort eine gepflegte

Tradition des Maschinenbaus.

Im spanischen Al-Andalus wurde 875

der erste dokumentierte Flugversuch

der Geschichte vorbereitet.

Der islamische Dichter und Physiker

Abbas ibn Firnas

soll 200m weit gekommen sein.

600 Jahre vor Leonardo da Vinci,

1000 Jahre vor Otto Lilienthal.

Al-Jazarī präzisierte

die Zeitmessung der Griechen

mit der komplexen Elefantenuhr.

Die Araber erfanden die Rakete,

die Kanone, das Torpedo,

das Vergrößerungsglas, u.a.

ibn Esra, Shen Kuo, Su Shi, Milarepa,

Averroes, Al-Jazarī, Zhu Xi, d'Assisi,

Hildegard von Bingen, d'Aquino,

Khan, Salādīn, Friedrich II.,

Musa I., Al-Tusi, ben Nahman,

Al-Baidāwī, Baegun 

Die Song-Dynastie hinterliess der

Wissenschaft und Technik ein Erbe,

das die Welt auf ewig veränderte.

Um 1092 erfand Su Song den

legendären "Kosmischen Motor",

der Nachbau des Archimedischen

"Antikythera"-Mechanismus und

Vorläufer des westlichen

Uhrwerks, das die planetarische

Umlaufbahn exakt berechnete.

Die Chinesen erfanden Porzellan,

Papier, Papiergeld, die Druckschrift,

die Seife, die Gastronomie, Tee,

Speiseeis, Ketchup, Go-go dancing,

den Sportverband, den Kompass,

das Schwarzpulver, das Feuerwerk,

Handkanonen, explodierende

Kanonenkugeln und Raketenbomben

mit aerodynamischen Flügeln.

Der erste Raketenstart fand

1232 in Kaifeng statt.

Mit den hohen Technologien der

Chinesen gründete Dschingis Khan

das grösste globalisierte Weltreich.

Die Kunst des Buchdrucks kam mit

Hilfe der Araber bis nach

Al-Andalus in Südwest-Europa.

Das erste Buchdrucksystem

mit beweglichen Lettern

erfand Bi Sheng um 1040.

Das Jikji wurde bereits 1377

mit beweglichen

Metalllettern gedruckt -

80 Jahre vor der Erfindung

Gutenbergs.

Das Buch gab heraus der

Buddhist Baegun in Korea.

Johannes Gutenberg erfand die

mechanische Druckerpresse

mit beweglichen Metalllettern,

die die Methoden der

Buchproduktion revolutionierte.

Die Kaiser der Ming-Dynastie

errichteten den ersten Welthandel

im 14. Jahrhundert und beherrschten

mit Zheng He die Weltmeere bis die

grosse Dürre und zugleich die wilden

Nomaden die Übermacht Chinas

im 17. Jahrhundert beendeten.

Nach den Kreuzzügen im

12. Jahrhundert führten die

Neuen Templer den ersten

bargeldlosen Bankenverkehr ein.

Die grosse Pandemie im

14. Jahrhundert bewirkte weltweit

einen psychischen Wandel.

Es war eine Zeit der politischen

Verwirrungen. Die Erinnerung an

die eigene Vergänglichkeit wurde

in der Kunst zum wichtigen Motiv.

Nicht mehr die Musik,

sondern die Malerei war Leitkunst der

Renaissance; nicht mehr die kosmischen,

sondern die Körperproportionen

waren das Bezugssystem.

Die Studie zeigt, wie sehr Da Vinci

an Proportion interessiert war.

Sie ist ein Symbol für die Ästhetik

der Renaissance (der Wiedergeburt).

Es geht um die idealen

Proportionen des Menschen,

um Schönheit, Harmonie,

Symmetrie und Gleichgewicht.

Der Mensch steht im Mittelpunkt.

Illumination "Universaler Mensch"

(linkes Bild) von Hildegards

Liber Divinorum Operum, 1165

Den nahenden Untergang vor Augen

lösen sich traditionelle Moral-

vorstellungen in Wohlgefallen auf.

Alles in unserer Zivilisation geht auf

die Phase des Mittelalters zurück.

Mit dem Gold aus Afrika entstand

in Italien der Kapitalismus.

Geld, Macht und Glaube

vermischten sich neu.

Die Medicis gründeten ihre Bank

und finanzierten den Vatikanstaat.

Nach 1492 erweiterte 

der Buchdruck den Freiraum

der europäischen Wissenschaft.

Als Papst Alexander VI. war er der

erste, der sich davon befreit hat

und leitete eine dunkle Ära der

Korruption, Intrigen und Gewalt ein.

So kam es 1517 mit Martin Luther

zur Spaltung der Kirche und später

zur Trennung von Staat und Religion.

Luthers Bibelübersetzung verstärkte

den religiösen Wandel.

Aufgrund der geografischen Lage

waren in England sehr früh die

Voraussetzungen für die freie

Ausbreitung des Welthandels,

der Kapitalbildung und der

technischen Erneuerung geschaffen.

Newtons universelle Gesetze,

die Dampfmaschinen von 

Trevithick & Watt,

Kants Philosophie der Aufklärung

kennzeichnen einen Wendepunkt

in der Renaissance und

den Beginn der Industrialisierung.

Die römisch-aristokratischen

Adelsfamilien bekriegten sich und

diktierten den Papst,

was er zu tun hat.

Kardinal Rodrigo Borgia

vom Borgia-Clan gelang es,

durch Bestechung

die Wahl des neuen Papstes zu

seinen Gunsten zu manipulieren.

Die alten literarischen Meisterwerke

waren in der Renaissance von

großer Wichtigkeit - vor allem für

Deisten und andere Denker und

Gestalter der Neuzeit wie

Zhèng Hé, Hus, Taccola, Cusanus,

Jeanne d’Arc, Gutenberg, Colombo,

Tulsidas, Kabīr, Sūrdās, Meera Bai,

Fugger, Erasmus,

Machiavelli, Brahe,

Wan Hu, Savonarola, Luther,

Katharina von Bora,

Copernicus, da Vinci, Gregorius XIII.,

Elisabeth von Hessen, de Montaigne,

Vesalius, Musashi, Bruno,

Samoset, Squanto, Schall von Bell,

Tsunetomo, Elizabeth I.,

Kepler, Galileo, Gracián, Matsuo,

Descartes, Cromwell, Locke,

de Spinoza, Pascal,

Verbiest, Newton, Flamsteed, Bach,

René Descartes Illustration

des Dualismus, 1644 -

Inputs werden von Sinnesorganen zur

Epiphyse im Gehirn weitergegeben

und von dort zum immateriellen Geist.

Descartes identifizierte deutlich den

Verstand und den Geist mit Bewusstsein

und Selbsterkenntnis, und unterschied dies

vom Gehirn als den Sitz der Intelligenz.

Leibniz, Rafinesque, Diderot, Voltaire,

Washington, Émilie du Châtelet,

Paine, Franklin, Jefferson, Smith,

Olympe de Gouges, Grégoire,

Kósciuszko, Kant, Lessing,

Genpaku, Watt, Goethe, Champollion,

Mozart, Humboldt, Beethoven, Swan,

Hegel, Kierkegaard, Schopenhauer,

Faraday, Davy, Lavoisier, Darwin,

Maria W. Stewart, Lincoln, Wagner,

Büchner, Marx, Weber, Nietzsche,

Mill, Foucault, Edison, Tesla, Freud,

Musil, Marxwell, Edington,

Hannah Arendt, Buber, Benz,

Planck, Jaspers, Röntgen, Eiffel,

Alice Harris, Crooks, Fleming,

Marie Skłodowska-Curie, Koch,

Seeler, Virginia Woolf, Oehmichen,

Dilthey, Marconi, Whittle, Senghor,

Heyerdahl, Bergson, Sartre,

Ramanujan, Schweitzer, Cecilia Payne,

Hahn, Lisa Meitner, Yan Chuyun,

Wright, Turing, Rosa Luxemburg,

Einstein, Thompson, Bohr, Harada,

Yersin, Gandhi, Churchill, Afghani,

Sellase I., Korolev, von Braun, King,

Guevara, Kennedy, Mutter Teresa,

Nash, Wojtyła, Wałęsa, Ruth Pfau,

Peres, Ratzinger, Mandela, Rabin,

Gyatso, Yamazaki, Silverbrook,

Yip Man, Lee Junfan, Leung Ting,

Muhammad Ali, Jane Goodall, Chan,

Hawking, Higgs, Zeilinger, Waalkes,

Volf, Berners-Lee, Cerf,

Nathan, Zuse, Hossein Nasr,

Aung San Suu Kyi, Xiaobo, Wozniak,

Ishigu, Nawal El Saadawi, Deaton,

Lee Kwan Yew, Marie Graine,

Yau Wai-ching, Long Hair,

Joshua Wong, Eddie Chu,

Nathan Law, etc.

"Wer die Menschen behandelt

wie sie sind, macht sie schlechter.

Wer sie aber behandelt

wie sie sein könnten,

macht sie besser." - Goethe 

"Die Öffentlichkeit hat eine

unstillbare Neugier, alles zu wissen,

nur nicht das Wissenswerte."

- Oscar Wilde, Autor

R e s p e k t

= Zurückblicken; Rücksicht nehmen.

Die Basis für guten Journalismus

ist die Betrachtung aus

allen Perspektiven 

"Der Klügere gibt nach!

Eine traurige Wahrheit, sie begründet

die Weltherrschaft der Dummheit."

- Marie von Ebner-Eschenbach, Autorin

Unterhalten hiess ursprünglich

Reflektieren, Nachdenken

Schach wird bezeichnet als Kunst,

als Wissenschaft und als Sport.

Schach ist eine

‘mentale Kampfkunst’

und fördert die

geistige Leistungsfähigkeit.

Chaturanga (‘Quadripartite’ oder

‘Armee’) ist der Vorläufer des

Schachs, des Xiangqis, Shogis oder

Makruks, und entstand in Alt-Indien.

"Es ist viel besser

das Universum als das,

was es wirklich ist, zu begreifen,

als beharrlich an der Illusion

festzuhalten, 'wie auch immer

befriedigend und beruhigend'."

- Carl Sagan, Kosmologe

Die hohen Sinnesleistungen der Tiere

faszinieren den Menschen. Delfine

beschützen uns vor Haien im Kollektiv.

Die 7 Intelligenzen:

- Sprachliche Intelligenz

- Bildlich-räumliche

- Logisch-mathematische

- Körperlich-kinästhetische

- Musikalisch-rhythmische

- Soziale Intelligenz

- Existenziell-spirituelle

"Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist,

sieht nur eine Seite davon.“

- Augustinus von Hippo, Philosoph, Dichter

L e s e n   ist selbst wissen

und selbst entscheiden

Intelligenz

= wählen zwischen, verstehen

(von inter 'zwischen' und

legere 'lesen, wählen')

ist ein Sammelbegriff für

kognitive Leistungsfähigkeit

des Menschen

E=MC² bedeutet, dass Energie und

Materie Ein und dasselbe sind.

Alle Systeme sind auf jeder Ebene

selbstorganisierend, da die

innewohnenden Eigenschaften

die Elektrochemie der

Energiemasse bilden.

Eigenschaften, die die Regeln von

Ursache und Wirkung, oder

Aktion-Reaktion, bestimmen, denn

alles besteht aus der Energiemasse.

Systeme zusammengesetzt aus Systemen.

Systeme verschachtelt in Systemen.

"Keine Literatur kann in puncto

Zynismus das wirkliche Leben

übertreffen." - Anton Chechov, Autor

"Man kann einem Menschen nichts

lehren, man kann ihm nur helfen,

es in sich selbst zu entdecken."

- Galileo Galilei, Naturforscher 

"Der Zynismus ist das Ergebnis einer

Verbindung von Bequemlichkeit mit

Machtlosigkeit." - Bertrand Russell,

Mathematiker und Philosoph

Friedrich Schiller schrieb:

"Es kann der Frömmste nicht in

Frieden leben, wenn es dem

bösen Nachbarn nicht gefällt."

Solomon Northup,

Søren Kierkegaard, Heinrich Heine,

Marie von Ebner-Eschenbach,

Alexandre Dumas, Franz Kafka,

Wilhelm Dilthey, Henri-Louis Bergson,

Paul Valéry, Virginia Woolf,

Oscar Wilde, HG Wells, Arno Gruen,

Abraham Heschel, Mahatma Gandhi,

Max Weber, Victor Frankl, Annelies Frank,

Bernard Shaw, Winston Churchill,

Ernest Hemmingway, Edgar Snow,

Martin Buber, Nelly Sachs,

Vicente Aleixandre, Iain McGlichrist,

Gabriel García Márquez, Tenzin Gyatso,

Wole Soyinka, Kenzaburō Ōe, Walter Jens,

Herta Müller, Vargas Llosa, Karol Wojtyla,

Léopold Sédar Senghor, Joseph Ratzinger,

Tomas Tranströmer, Boualem Sansal,

Maurice Merleau-Ponty,

Miroslav Volf, Tariq Ramadan,

Zecharia Sitchin, Karl Brugger,

Colin Wilson, Bedford-Strohm,

Peter Scholl-Latour, Stephen Hawking,

Hans-Dieter Mutschler, Michael Walzer,

Jeffrey Satinover, Jean Ziegler,

Tariq Ali, David Icke, Aharon Appelfeld,

Haruki Murakami, Mirjam van Reisen,

Liao Yiwu, Patrick Debois, Wolfang Huber,

Dexter Filkins, Truman Capote,

Rüdiger Nehberg, Terry Eagleton,

Rüdiger Safranski, Peter Sloterdijk,

Michio Kaku, Dieter Hattrup, Rudi Berner,

Bill Clinton, Hillary Clinton,

Barrack Obama, Michelle Obama,

Luis Francia, Aslı Erdoğan,

Yuri Herrera, Michelle Nkamankeng,

Vali Nasr, Gert Scobel, Walter J. Freeman,

Tim Wu, Paul Zulehner, Parinoush Saniee,

Vilayanur Ramachandran, Jasmuheen,

Abhay Ashtekar, Meinhard Miegel,

Michael Guillen, Raphaël Enthoven,

Francis Fukuyama, Harald Lesch,

Manfred Lütz, Slavoj Žižek, Johanna Darka,

Gesine Schwan, Brian Green, Dirk Müller,

Mò Yán, Hossein Nasr, Aiman Mazyek,

Uwe Hück, Roger Willemsen, Janne Teller,

Richard David Precht, Jane Mayer,

Robert Menasse, Frank Schirrmacher,

Alice Munro, Karim El-Gawhary,

Michael Pollan, Paulo Coelho, Walter Wink,

Dennis L. Meadows, Pankaj Mishra,

Doris Lessing, Svetlana Alexijewitsch,

George Saunders, Wolf Schneider,

Guido Knopp, Franz Meurer, Frank Wittig,

Daniel Tammet, Joachim Faulstich,

Robert Spitzer, Michael Imhoff, Ayu Utami,

Richard Heinberg, Thomas Greco,

Henry Cloud, Jeremy Rifkin, Bassam Tibi,

Giovanni Maio, Paul Brandenburg,

Peter Diamandis, Edward O. Wilson,

Hanaa Hijazi, Arem Pilam, Wang Hui,

Badreya El-Beshr, Nadine Gordimer,

Khola Maryam Hübsch, Shoshana Zuboff,

Marina Keegan, Nawal El Saadawi,

Thilo Bolde, Naomi Klein, Seyran Ata,

Matthieu Ricard, Fatou Diome, Xiaolu Guo,

Anthony Atkinson, Rageh Omaar,

Robert Jay Lifton, Gabriele Krone-Schmalz,

Achille Mbembe, Ece Temelkuran,

Moisés Naím, Rafik Schami, Stefan Claas,

Laksmi Pamuntjak, Leila Chudori,

Martin Schulz, Yanis Varoufakis,

Greg Palast, Nujeen Mustafa, Ulrike Guérot,

Han Kang, Albrecht von Lucke,

Lisa Randall, Petina Gappah, Nick Vujicic,

Elif Shafak, Lamya Kaddor, Carolin Emcke,

Claus Leggewie, Sineb El Masrar,

Hanya Yanagihara, Laimonas Briedis,

Pinkay Mishra, Marietta Slomka,

Don Winslow, Frido& Christine Mann,

Julia Shaw, Fiston Mwanza Mujila,

Sharon Dodua Otoo, Toni Morrison,

Alberto Barrera Tyszka, Angie Thomas,

Aya Cissoko, Manal Al-Sharif,

Kazuo Ishiguro, Ken Bugul, Ulrich Kienzle,

Alwin Sarr, Cixin Liu, Jan Ilhan Kizilhan,

Hava Ebrahimi, Omar Robert Hamilton,

Erri de Luca, Bandy X. Lee, Igiaba Scego,

Andrew Schwab

Publizist Peter Scholl-Latour:

"Die Freiheit der Presse ist die Freiheit

einiger Leute, die Geld haben."

Die Drei Affen verkörpern die

sprichwörtlichen Prinzipien

"Nichts böses sehen,

nichts böses hören,

nichts böses sprechen".

"Was nicht dem Gesetz der

Schönheit, dem angemessenen

Verhalten, entspricht,

darauf schaue nicht;

was nicht dem Gesetz der

Schönheit entspricht,

darauf höre nicht;

was nicht dem Schönheitsideal

entspricht, davon rede nicht;

was nicht dem Schönheitsideal

entspricht, das tue nicht."

"Mit kleinen Jungen und Journalisten

soll man vorsichtig sein.

Die schmeißen immer noch einen

Stein hinterher.“ - Konrad Adenauer

"Zu wissen, was man weiß,

und zu wissen, was man tut,

das ist Wissen." - Konfuzius

"Der Horizont der meisten Menschen

ist ein Kreis mit dem Radius 0.

Und das nennen sie ihren

Standpunkt." - Albert Einstein

"Sehr viele Menschen leben davon,

daß die Wahrheit auf Erden

so schwer zu finden ist:

die Detektive, Rechtsanwälte, Richter,

Schriftsteller, Wissenschaftler,

Philosophen, Geistliche und viele

andere." - Georges Simenon, Autor 

"Das grösste Mysterium des Universums

sind die Frauen." - Stephen Hawking

 

"Die Praxis sollte das

Ergebnis des Nachdenkens sein,

nicht umgekehrt."

- Hermann Hesse, Essayist

Die Erinnerung ist eine Frage der Details.

Der Unterschied zwischen Theorie

und Praxis ist der Teufel im Detail.

In einigen der islamischen Ländern

werden Frauen immer nach ihrer

Intelligenz beurteilt,

weniger nach ihrer Schönheit.

"Wenn über das Grundsätzliche

keine Einigkeit besteht,

ist es sinnlos, miteinander

Pläne zu machen." - Konfuzius

Die ersten Photographien

von Alice Harris

Der Weg zur Goldenen Mitte

- Das Labyrinth im Alltag.

Labyrinthe werden oft als

ein Abbild des Weges

zur Ganzheit genutzt.

Die Moral dient uns nur

auf den rechten Pfad zu bringen.

Kreativität ist gleich

Risiko und Rebellion.

Studien zeigen, dass wir

unsere Kreativität steigern,

wenn wir unser Gehirn

quasi abschalten.

Unsere Intuition basiert auf

Erfahrungen und

endlosen Wiederholungen.

Die Internationale Rotkreuz-

und Rothalbmond-Bewegung

geniessen gleiche Rechte

und gleiche Pflichten.

Bei extremer Beschleunigung kann

jeder Mensch spüren, wie sein Geist

sich vom Körper abhebt.

"Wirklich weise ist, wer mehr Träume

in seiner Seele hat,

als die Realität zerstören kann."

- Eine alte ur-amerikanische Wesheit 

"Das Unbegreiflichste im Universum ist,

dass es begreiflich ist." - Albert Einstein

Nach den Worten der Ahnen soll man

seine Entscheidungen innerhalb

von 7 Atemzügen treffen.

Wichtig dabei ist, dass man

die Entschlossenheit und

die innere Stärke besitzt,

zur anderen Seite durchzubrechen.

- Tsunetomo Yamamoto, Samurai

"Das Böse existiert nicht aus sich

selbst. Das Böse ist schlicht

die Abwesenheit Gottes,

ist ein Begriff, den der Mensch

erfunden hat, um diese

Abwesenheit Gottes zu beschreiben.

Gott hat nicht das Böse geschaffen.

Es verhält sich damit nicht wie

mit dem Glauben oder der Liebe,

die existieren wie

die Wärme oder das Licht.

Das Böse ist das Ergebnis dessen,

dass der Mensch Gott und seine

Liebe nicht in seinem Herzen

gegenwärtig hat.

So wie er es kalt empfindet,

wenn Wärme fehlt oder dunkel,

wenn kein Licht da ist."

- Albert Einstein,

"Gott vs. Wissenschaft", 1921

"Die Wahrheit ist wohl einem

Diamanten zu vergleichen,

dessen Strahlen nicht nach

einer Seite gehen, sondern

nach vielen." - Goethe 

"Es gibt triviale Wahrheiten und

es gibt große Wahrheiten.

Das Gegenteil einer trivialen

Wahrheit ist einfach falsch.

Das Gegenteil einer großen Wahrheit

ist auch wahr."

- Niels Bohr, Physiker

Die Seele ist angedockt an

der Zirbeldrüse und

den Hypothalamus.

Durch sie erfahren wir das,

was wir Bewusstsein nennen.

Mit Hilfe der Zirbeldrüse hat

der Mensch Zugang zum

Makrokosmos und über den

Hypothalamus zum Mikrokosmos.

Die Basis für ein Gefühl

des hohen Bewusstseins

ist ein vollfunktionierendes

Hormonsystem (endokrines System).

Es ist ein guter Gesichtspunkt,

die Welt als ein Traum zu sehen.

Wenn man so etwas wie

einen Albtraum hat, wird man

aufwachen und sich sagen,

das war nur ein Traum.

Es heisst, dass die Welt in der wir

leben sich nicht im geringsten

davon unterscheidet. - Tsunetomo

2012-2020

Compendium der Freien Künste & Wissenschaften

 

Impressum

 

 

Essays über Philosophischen Realismus

 

واقعية  ڕیالیزم  واقع‌گرایی  ריאליזם  リアリズム  現実  실재  現實  真相 

യഥാതഥ്യപ്രസ്ഥാനം  மெய்மையியம்  ਯਥਾਰਥਵਾਦ  สัจนิยม 

Chủ nghĩa hiện thực  Hiān-si̍t-chú-gī  значення  Реализам  Рэалізм  Reikšmės

Realizm  Realizam  Realismo  Realismi  Realisme  Réalisme  Realizmus

Realismus  Realism  Realista  Realaeth  Errealismo

 

 

 

 

 

 

Die Menschen denken in Bildern.

Bildung ist nicht nur Anleitung zur Selbstbildung,

sie erfordert vor allem die instinktsichere Abwehr überzähliger Informationen.

Unser Bewusstsein würde in ein heilloses Durcheinander versinken,

wenn jede Reize und jede visuelle Information ungefiltert verarbeitet würden.

Ein Taktgeber im Gehirn sorgt für ein fliessendes Gefühl von Zeit.

Dieser Takt kann beschleunigt oder verlangsamt werden

durch starke Emotionen, Drogen, Meditation und bei Gefahr.

 

"Die Zeit ist kein reiner Verstandesbegriff, sondern sie ist eine endliche

sinnliche Anschauung. Die Vorstellung der Zeit ist daher Anschauung.

Da die Zeit vor aller Empfindung vorgestellt wird und sie die Bedingung

aller Empfindungsvorstellungen ist, zeigt sie sich als reine Anschauung."

- Immanuel Kant, "Kritik der reinen Vernunft"

 

 

 

Vision 20/20

"Mann macht dreckig, Frau macht sauber."

Die Krise ist eine Metapher der Verzweiflung.

Dem kapitalistischen System wohnt das inne, was wir Propaganda nennen.

Propaganda ist die Fähigkeit, die Bürger,

die Opfer dieses Systems sind, dazu zu bringen,

das System zu unterstützen und es zu vertrauen.

Mit unserer 100 Jahre alten Steuerpolitik ist der Königsweg zu Reichtum

statistisch gesehen die Erbschaft und nicht mehr die Leistung.

Unsere Kurzsichtigkeit, unser Halbwissen, verblendet uns und

verkompliziert die ganzheitliche Betrachtungsweise.

Wie in der Natur versucht das demokratische System jede Lücke zu füllen.

Menschen sind manipulativ und lassen sich von den Medien optimal steuern.

Das Wort "Glück" kommt von "Gelingen". Wir brauchen die Selbsterkenntnis,

damit das Gelingen ein Ziel, ein Warum und ein Sinn hat,

der einen dann über den Tellerrand schauen lässt.

Künstler zeigen uns unsere Schwelle zwischen Vergangenheit und Gegenwart,

wo wir uns neuorientieren.

Sie bilden eine besondere Plattform, die alle folgen können.

Mathematiker benutzen die Kunst als Vorwand der Geometrie.

Beide jedoch können die Geichung nicht ohne alle Variablen lösen.

 

Freiheit ist immer dort begrenzt, wo die Freiheit des anderen beginnt.

Jeder durchforscht neue Ventile und vergnügt sich

wie in Zeiten des Hexenwahns und der Gladiatoren.

Adrenalin ist die mächtigste Droge der Welt!

Man orientiert sich immer an der Gruppe.

Die meisten Menschen sind auf der Suche nach Orientierung anfällig

für extremistische Ideologen, die sie mit einfachen Formeln ködern.

Die Massenmedien stecken noch in den Kinderschuhen, vor allem wenn es um

psychische Abspannungen von radikalen Kräften geht.

Die Jugendlichen bilden ihre persönlichen und sozialen Identitäten aus,

indem sie sich mit anderen verbinden oder sich gegen das Establishment wehren.

Das heisst: Musik, Filme, Bücher helfen einem einerseits mit anderen im Verbund

sich zu erleben und andererseits sich von anderen abzugrenzen.

Der Neoliberalismus verformt kollektive Identitäten.

Idealismus ist die Fähigkeit, die Menschen so zu sehen,

wie sie sein könnten, wenn sie nicht so wären, wie sie sind.

Ideologie ist an eine soziale Gruppe, eine Kultur

gebundenes System von Weltanschauungen, Grundeinstellungen und Wertungen.

In totalitären Systemen werden politische,

weltfremde Theorien den Leuten aufgezwungen.

In der freiheitlichen Demokratie wurden Ideen und Erkenntnisse zu Geld gemacht.

Jeden Tag bereiteten unterbelichtete Individuen

den Nährboden für Extremisten.

Schwerwiegend ist die Verantwortung der Ideologien, die den Hass, den Zorn

und das Ressentiment als Antriebskräfte der Geschichte verkünden.

Ebenso wie die Verantwortung derer, die den Menschen auf wirtschaftliche

Dimensionen reduzieren, die im Gegensatz zu seiner Würde stehen.

 

 

 

 

 

Das Ausarbeiten der Informationen

Viele Meinungsäusserungen werden ausgelöst durch Missinterpretationen.

Wir haben uns an eine zeitsparende Art des Sprechens gewöhnt,

die sehr kurztaktisch ist. Unser tägliches Informationskontingent mischt sich.

Ereignisse werden an und aus geknipst wie auf einem grossen Mischpult.

Wir leben in einer Zeit, die es uns sehr schwierig macht,

die langen Stränge und Linien auszuarbeiten,

die wir als Gesamtgesellschaft bräuchten, um uns in die Zukunft hineinzufühlen.

Die Meinung ändern und das Leben ändern sind zwei separate Bereiche des Lernens.

Nicht jedem gelingt es, im Rhythmus des Umdenkens

seine Grundsätze zu gestalten.

In den verschiedenen Arealen des Gehirns stellt man

höchstunterschiedliche Rhythmen und Intervalle von Aktivität fest.

Ein Teil der Struktur, das Triatum, erkennt in diesem Wirrwarr

wiederkehrende Muster und ordnet sie zu einem gemeinsamen Takt,

Xenophobie ist die Angst fremd zu sein.

Man kann die Angst vor dem Fremden abtrainieren.

Die ältere Generation ist fast überhaupt nicht fähig darin,

die Xenophobie als menschliche Konstante zu verbessern.

Das Gefühl sich unbehaglich vorzukommen in einer Position,

die sie nicht hundertprozentig einschätzen können, kennt jeder Mensch.

Egal in welcher Stufe der Zivilisation wir uns befinden,

das lässt sich in den Medien auf Knopfdruck abrufen.

Die Worte 'fremd' und 'jemand besonders beachten' sind in der Sprache des

Alten Testaments verwandt. Ein fremder Mensch ist der, den man genau beachtet.

Fremde sind also weder die, die man übersieht, noch sind es Menschen,

die genau so sind, wie wir, oder genau so werden, wie wir.

Das Gefühl ohne Lehrmeister und ohne Linien erzeugt die Situation,

dass Leute ihre Entscheidungen zu schnell treffen,

sich dabei orientierungslos fühlen und dann bereit sind,

irgenwelchen Hypes hinterher zurennen.

Es gehört zum Lernprozess dazu,

dass man Angstmechanismen unter Kontrolle halten muss.

Das ist Habitus-Bildung in höherer Stufe.

"Der Akademikergeist neigt immer dazu, an einmal aufgenommenen

Meinungen festzuhalten und sich dabei als Hüter der Wahrheit vorzukommen."

- Henri de Saint-Simon, Vertreter des Frühsozialismus

Bis zu 60.000 Gedanken (44 Gigabytes) werden am Tag zerstreut.

90% davon kehren am nächsten Tag wieder. Mit den Attituden eines Käufers

oder Händlers sorgen sie oft für Streit und Ärger.

Alles, was wir wahrnehmen, wird im Gehirn aufgezeichnet und markiert.

Aber wir haben nicht unbedingt Zugang dazu, es sei denn wir haben etwas

mit einer Emotion oder ein Ereignis verbunden.

Die Summe unserer Erinnerungen bestimmt mit, was wir Tag für Tag sehen.

Deshalb sieht jeder von uns eine andere Welt.

Selbst wenn wir auf der selben Strasse fahren.

Jeder Mensch weiss, wo was im Supermarkt zu finden ist.

Er blendet Millionen von Details aus, um sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Die Kehrseite dabei ist: Wir denken immer in den selben Bahnen.

90% unserer Handlungen und Reaktionen

werden von unterbewussten Gedächtnisspeichen gesteuert.

Prof. Allan Snyder: Wir werden von unserem Unbewussten angetrieben.

Entscheidungen werden oft diktiert.

Damit wir uns in dieser komplexen Welt zurechtfinden,

haben wir in unseren Köpfen vereinfachte Modelle von der Welt

basierend auf unseren bisherigen Erfahrungen.

Diese 'Mindsets' vereinfachen uns das Leben.

Wenn sich die Welt ein bissschen verändert, kümmert den einen oder

anderen nicht, weil sie nur das sehen, was sie erwarten.

Autistische Menschen haben diese Bewusstseinsfilter nicht.

Sie sehen die Welt, wie sie wirklich ist: Jeden Tag anders.

 

 

Zivilisaton

Die Intellektuellen in der Renaissance versuchten die Natur zu klassifizieren.

Dann und wann waren viele alte Schreiber, Historiker und Politiker

ideologisch geschult und oft antisemitisch oder eurozentrisch geprägt.

Selbst die Vordenker der Aufklärung John Locke, Immanuel Kant und

später auch Friedrich Hegel gaben sich selber einen

höheren Status und trieben damit den Rassismus im Westen voran,

was bis heute von jungen weissen Medien gern verschwiegen wird.

Das Mittelalter wurde dunkel gefärbt. Die Völker auf der anderen Seite

wurden als grausam, brutal und rückständig porträtiert.

Patriotismus ist eine Erfindung des 16. Jahrhunderts, welches man

in eine bunte Welt implementiert hat, um "eigentümliche" Eigenschaften,

Charakteristiken, Schilderungen oder Qualitàten der eigenen Nation

sichtbar machen zu können, damit man sich nicht mit

den Bösen und Verrückten einlässt.

Diese nahe Verbundenheit wird auch als Nationalgefühl oder Nationalstolz

benannt und kann sich auf historische, politische, legale, kulturelle,

ethnische oder auch rein platonische Aspekte beziehen, die im Staat oder

in der Religion radikalisiert werden können, wenn man sich nicht einigen

oder korrekt verstàndigen kann.

Kritik von Außen zieht bei Fanatikern selten,

sie wird ja erwartet oder gar bewusst provoziert.

Ein Weg wäre daher die interne Kritik.

Man lässt sich auf die Denkvoraussetzungen

des Gegenübers ein und versucht, den Fehler darin zu finden.

Weiter kommt man mit subversiver Kritik. (Voltaire)

Dr. Albert Schweitzer: "Der Mensch beherrscht die Natur,

bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen."

In den letzten paar Jahren wurde mehr entdeckt, als in den letzten 300 Jahren.

Zurzeit ermöglichen die Erfolge von Wissenschaft

einen materiellen Wohlstand in bisher ungeahntem Ausmass,

der einige begünstigt, andere aber an den Rand abdrängt.

Eine Ursache der ungleichen Verteilung des Wohlstandes sind

die Strukturen des Welthandels.

Eine Minderheit hochentwickelter Industrienationen sichert sich gegenüber

der Mehrheit den Hauptanteil am Welthandel.

Multinationale Konzerne beeinflussen die Terms of Trade zu ihren Gunsten.

So kann dieser einseitige Fortschritt auch zu einem schrittweisen Verlust

der Sensibilität für den Menschen, für das eigentlich Menschliche, führen.

In diesem Sinne erwartet vor allem unsere Zeit, dass jener "Genius"

der Frau zutage trete, der die Sensibilität für den Menschen,

eben weil er Mensch ist, unter allen Umständen sicherstellt.

"Das schwächere Geschlecht ist das stärkere - wegen der Schwäche des

stärkeren für das schwächere." - Greta Garbo, Schauspielerin

Eine Zivilisation von rein materialistischem Charakter verurteilt den Menschen

zum Sklaven der Wirtschaftssysteme, der Produktion und der eigenen Produkte.

Es handelt sich hier um den gesamten Dynamismus des Lebens und der Zivilisation.

Aufklärung ist eine noch unvollendete Orientierungshilfe.

Es existiert ein ganzes Arsenal von Absolutismen,

die die einfachen Leute entmündigen und belügen, um sie unter Kontrolle zu halten.

Die Erben der Aufklärung sind

die Universalität der Menschenrechte und der wissenschaftliche Aufbruch.

Die neuen Perspektiven in der Wissenschaft werden zur Jahrmarkt-Sensation,

der Guck-Kasten eröffnet neue Welten - plötzlich für jedermann.

Eine Kunst der Aufklärung im eigentlichen Sinne gibt es nicht.

Es geht um eine historische Epoche, die bis in unsere Gegenwart wirkt.

Auch mit ihren dunklen Seiten. Das Erziehenwollen der Welt,

die Albträume der entfesselten Vernunft.

Historiker und Medien erinnern uns immer an unsere eigene Vergesslichkeit.

Und man liesst, die Natur- und Wirtschaftswissenschaften stellen sich

mehr und mehr im Dienst des Kapitalismus, der "Tyrannen-Ökonomisierung".

Je öfter man kritisiert wird, desto mehr verschliesst man sich

und man versucht zu rechtfertigen, was man ist.

"Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" - Immanuel Kant

"Glaubt nicht dem Hörensagen und heiligen Überlieferungen oder Traditionen,

nicht Vermutungen oder eingewurzelten Anschauungen,

auch nicht den Worten eines verehrten Meisters; sondern was ihr selbst

gründlich geprüft und als euch selbst und anderen zum Wohle dienend

erkannt habt, das nehmt an." - Siddhartha Gautama Buddha

"Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben." - André Gide, Autor

 

 

Sprache

Alles in der Natur strebt nach Harmonie.

"Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie.

Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie." - Aldous Huxley, Autor

Sokrates zitierte Protagoras in Platos Dialog Theaitetos

über die Frage, was Erkenntnis und Wissen sei:

"Die Dinge sind für mich so, wie sie mir erscheinen,

und für Dich so, wie sie Dir erscheinen".

Es gibt physische Voraussetzungen dafür, dass man Metaphysik betreiben kann.

Nämlich mit der Formulierung der Fragestellung,

ob man ausserhalb des Bewusstseins eine Realität untersuchen kann.

Der Kosmos ist auch ein philosophisches Problem.

Sind die Grenzen des Universums die Grenzen unserer Wahrnehmung?

Im Exponentiellen gibt es Extreme, die nicht für jeden vorstellbar sind.

Die Asymmetrie zwischen Materie (physisch) und Anti-Materie (metaphysisch),

und so weiter.

Wenn wir den Kosmos zu verstehen versuchen, durch die Augen eines anderen,

lernen wir zugleich vieles über uns selbst.

Um das Unbegreifliche begreifen zu können, muss man den gemeinsamen Nenner finden.

Es ist möglich einfache Zusammenhänge herzustellen.

Man muss die Wörter sortieren, um daraus eine verständliche

Sprache machen zu können, damit man mit jeden kommunizieren kann.

Ob es über die Philosophie ist, ob es über Physik, Sport,

Kunst oder Sciencefiction ist, ist in dem Moment unwichtig.

Wir machen vieles über die Bewegung.

Wenn man zu seinem Körper kein Verhältnis kriegt, wie soll man dann

irgendwann mal über diese metaphysischen Fragen nachdenken?

Wie es Kant in der "Kritik der reinen Vernunft" schon ausdrückte,

"Wir werden um unsere Fragestellungen nicht herumkommen,

wir werden aber auch keine befriedigende Antworten kriegen".

Symmetrie ist die Sprache des Universums. 

Unsere Körper erhalten ihr Leben aus dem Nichts.

Dass etwas existiert, wo nichts ist, ist die Bedeutung des Satzes "Form ist Leere".

Dass alle Dinge aus dem Nichts erschaffen werden,

ist in dem Satz "Leere ist Form" zusammengefasst. Beides ist im Grunde dasselbe.

- Tsunetomo Yamamoto, "Hagakure"

 

"Die Zeit kommt aus der Zukunft, die nicht existiert, in die Gegenwart,

die keine Dauer hat, und geht in die Vergangenheit, die aufgehört hat zu bestehen."

Augustinus schlug vor, dass die Gegenwart eine Messers Schneide ist, zwischen der

Vergangenheit und der Zukunft, und könnte keine erweiterte Zeitperiode enthalten.

Um 2000 v.Chr. hielten die Vorfahren der Inka fest, die Erde sei rund.

Als erstes Volk der Welt erfanden die Maya die Zahl 0.

In Indien, China und im griechischen Delphi wurden Informationen zusammengetragen und verbreitet.

Sport und Religion waren Ausdruck der Einheit.

Der ägyptische Philosoph und Alchemist Hermes, "der Bote von Zeus",

hatte direkten Kontakt mit den ersten griechischen

Schreibern Homer, Orpheus und Solon. Sie erwarben das ganze Wissen

im Alten Ägypten und verpflanzten die Traditionen nach Olympia.

Nach Hermes übernahm Thales von Milet aus Kleinasien das babylonische Konzept

der Fünf Klassischen Elemente, sowie deren Astronomie und Zahlensystem.

Der erste westliche Philosoph versuchte in Ionien

die natürlichen Phänomene logisch zu erklären.

Der griechische Philosoph und Mathematiker Pythagoras

habe sein theologisches Wissen von Orpheus bezogen und gründete

eine religiöse Gemeinschaft in Süditalien. Die Pythagoreer,

später auch Druiden genannt, gehörten zu den Autoren orphischen Schrifttums.

Siddhartha Gautama Buddha: "Wir sind, was wir denken. Alles, was wir sind,

entsteht aus unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken formen wir die Welt."

Wie Gautama, Lǎozǐ und Konfuzius / Kǒng Qiū war auch Sokrates das Gegenteil eines

grossen Eroberers. "Es scheint, unsere Gedanken sind mächtiger wie Armeen."

Nach der Gründung der Dēmokratía (Volksherrschaft nach dem Prinzip der

Gleichheit und dem Willen des Volkes) wurde er zum ersten Staatsfeind.

So wie Pythagoras von Ägyptisch-Babylonischer Wissenschaft beeinflusst wurde,

so liess sich auch Sokrates von asiatischen Yoga- und Lebensweisen inspirieren.

Die Altgriechen damals verstanden nicht, wie sich die Menschen überhaupt

bewegen konnten und woher sie die Kraft dafür nehmen konnten.

Die Orphiker sagten dann, das einzige, was sich ständig bewegt, sind die Planeten.

Dann kam die Frage, wenn die sich bewegen, wer hat sie dann angeschoben?

So entstand dann Platos These "Primo Mobile" (Der Erste Beweger)

- ein Schöpfer steht aussen und dreht den äussersten Planeten.

Ein Mechanismus, wo ein Planet den nächsten dreht.

Aristoteles lehnte die orphische Seelenlehre ab und hat dennoch angenommen,

dass die Erde im Zentrum war und rundherum haben sich durchsichtige Kugelschalen befunden -

so genannte Sphären, ebenfalls erwähnt im Buch von Enoch.

Auf der äussersten Sphäre waren die Fixsterne, dann weiter drinnen

die Planeten, dann der Mond und die Erde.

Die Verbindung zwischen dem Menschen und dem Kosmos war alles Eines.

Die kosmologische Zentralperspektive war nicht von Bedeutung,

sondern die Verbindung vom Menschen zum Universum.

Dann hat Aristoteles gesagt, der Mond beeinflusst auch die Lebewesen auf der Erde.

Es gibt sozusagen eine Hierarchie von Beeinflussungen, die den Menschen bewegen.

Und das ist angeblich der Grund, warum sich die Menschen bewegen können.

Weil sich Tiere auch bewegen, haben sie auch Seele.

Die Planeten bewegen sich - also haben sie auch Seele - die so genannte Weltseele.

Der jüdische Philosoph Aristobulos wollte im 2. Jahrhundert v.Chr. nachweisen,

dass Orpheus ebenso wie Pythagoras, Sokrates und Platon

wesentliche Lehren von Mose übernommen habe.

Damaskios, der letzte Leiter der neuplatonischen Philosophenschule

in Athen, bemühte sich um die Harmonisierung der orphischen und der neuplatonischen Kosmologie.

Physiker und Mathematiker von heute würden sagen, es gibt eine sehr minimale

gravitationale Wechselwirkung zwischen dem Planet und dem Menschen.

Metáphýsica μετά φύσις - "das, was hinter der Physik steht";

Bezeichnung für die Schriften Aristoteles nach dem 1. Jahrhundert v.Chr.,

von Andronikos von Rhodos geprägt, dem Leiter der Peripatos-Schule.

 

Die Stoiker waren Mitglieder einer Philosophenschule in Athen,

die um ca. 300 v.Chr. von Zenon von Kition begründet wurde.

Im Vordergrund der Philosophie stand die Ethik: Durch gutes

und sittliches Handeln erreicht man ein glückliches Leben.

Zum guten Handeln gehören Selbstbeherrschung, Gerechtigkeit,

Mut und Pflichterfüllung - Östliche Ideale, die von Wanderlehrern

überall verbreitet wurden. In Athen begegnete Paulus die Stoiker

sowie auch die Epikureer, denen die Freundschaft wichtig war.

Der platonische 'Logos' und die Philosophie der Stoiker

haben weniger mit den Musen Homers zutun, sondern weisen Übereinstimmungen

mit dem Wort der Torah auf, nur ohne die Religiösität und Frömmigkeit.

Phílōn von Alexandria, jüdischer Philosoph und Theologe,

sprach von der Welt der Ideen wie von einem Element des jüdischen Glaubensbekenntnisses.

Diese Welt der Ideen ist der Logos, das Wort, womit auch das Johannes-Evangelium beginnt.

Für Philon gab es einen deutlichen Zusammenhang zwischen dem Kulturerbe der

Griechen und der Torah, dem Gesetz Mose.

Entweder Moses selbst oder eine rationale Eingebung haben dafür gesorgt,

dass sie an die Quelle zu Gott selbst gelangt sind, zum Logos,

der dem Menschen seine Weisheit offenbart.

In Alexandria war der Logos der Griechen vergleichbar mit dem jüdischen Gott.

"Er spricht, um die Welt, das Gesetz, zu erschaffen.

Er spricht, um das Schicksal der Menschen kundzutun."

Philon nutzte die Schöpfungsgeschichte, um den jüdischen Denkansatz

von dem der griechischen Polytheisten zu unterscheiden.

Auf der geistigen Ebene ähnelte das Prinzip der Einheit,

das Thales in Philosophie und Wissenschaft entwickelte,

dem Prinzip des Einen Gottes, das die jüdischen Exegeten in Alexandria

aus dem biblischen Text ableiteten. Die Griechen hatten mit den Juden gemeinsam,

dass sich beide mit dem Ursprung der Welt beschäftigten.

Ohne den Begriff der Einheit hätte es vieles nicht gegeben,

weder Euklids Elemente, noch Herophilos anatomische Erkenntnisse,

oder Eratostenes astronomische Berechnungen.

Euklids Axiome und Postulate definierten die Regel des mathematischen Denkens.

Euklids erstes Axiome lautet: "Dinge, die demselben gleich sind,

sind auch einander gleich." Es trifft zu, weil es funktioniert.

Euklid sagt, dies sei "selbstevident".

Diese Bewegungslehre zeigt, es ist eine selbstevidente Wahrheit,

dass alle Dinge, die demselben gleich sind, auch einander gleich sind.

Die Dinge beginnen also mit der Gleichheit, mit dem Ursprung,

mit Balance, Fairness, Redlichkeit.

Im 4. Jahrhundert errechnete die Philosophin, Mathematikerin und Astronomin

Hypatía von Alexandria Ὑπατία zum ersten Mal die "Konischen Kreise",

die Ellipsenförmige Umlaufbahn der Planeten. Vergeblich versuchte sie,

den religiösen Kämpfen zwischen 'Konstantinischen' Christen,

Juden und Heiden mit wissenschaftlicher Vernunft zu begegnen.

Das Christentum hatte sich in Judäa unabhängig von Alexandria entwickelt.

Historisch gesehen hat die Begegnung zwischen Hellenismus und Judentum

zu einer Art Synthese geführt, aus der sich das Christentum entwickelt hat.

 

 

Viele Kulturen, Mythologien und Menschen auf der ganzen Welt glauben,

dass das Leben im Universum sich in grossen Zyklen bewegt.

Einige beziehen diese Zyklen auf Zeitalter oder Welten. Die Zyklen der Zeit sind wie das Wetter.

So wie die Seasons der Galaxis vorbeiziehen, so muss sich auch alles diesen Veränderungen anpassen.

Es gibt im Alten China seit 4000 Jahren das Yì Jìng oder I-Ching, das Buch der Wendungen.

In der chinesischen Weisheit folgt ein Abschnitt oder ein Zyklus dem anderen.

Alles ist eine Sequenz von Wechselwirkungen.

Hinter allem steckt eine Ordnung. Die Ordnung ist im I-Ching mit 64 Abschnitten

differenziert aufgestellt worden. Die Völker haben versucht, die Ordnungen

hinter Mann und Frau, Sommer und Winter, etc., herauszukristallisieren,

um zu wissen, welche Ordnungen es gibt, die Einfluss auf uns haben.

Es geht darum zu erkennen, dass eine Energie dem anderen folgt.

Beispiel Weltgeschichte: Aus der kulturellen Blütezeit im Nahen und Mittleren Osten

folgten die Äthiopier und Nubier im Süden,

die Chinesen und Koreaner in Ostasien;

die Inka, Maya und Azteken in Mesoamerica;

die Griechen, Etrusker und Römer am Mittelmeer.

Nach ihnen kamen folgende Kräfte hervor:

die Germanen, die Mauren, die Araber, Byzantiner, Franken, Andalusier, Italiener,

Engländer, Japaner, Russen und die Amerikaner.

Nach der Kolonisierung Nordamerikas und Indiens

sowie dem Sieg über Napoleon führte das britische Empire

gegen China und Russland die ersten Kriege des Industriezeitalters.

Der Opiumhandel führte am Ende zur inneren Destabilisierung im Osten.

Die viktorianische Kapitalgesellschaft versank infolgedessen in grosser Armut.

Der Erfindergeist konnte die Briten schliesslich vor dem endgültigen Abgrund bewahren.

Zwischen den zahlreichen Fürstentümern und Kleinstaaten in Mitteleuropa

wurde der Wettbewerb im Handel gefördert.

Dank der Industriespionage und Kopierkunst der Deutschen folgte dann der

wissenschaftliche Quantensprung und das deutsche Reich entwickelte sich nach dem

Sieg über Frankreich 1870 schnell zu einer neuen einheitlichen Wirtschaftsmacht.

Aus aggressivem Freiheitsdrang wurde Patriotismus, dann starrsinniger Nationalismus und Fremdenhass.

Zwischen 1895 und 1907 hatten sie sich systematisch

aus der Internationalen Staatengemeinschaft ausgegrenzt.

Der japanische Machtblock wurde plötzlich auf ökonomischen Wege marginalisiert.

Der Grosse Krieg in Europa vor 100 Jahren hat die Welt buchstäblich gespaltet

und folglich auf dem Kopf gestellt. Ein politischer Mord hat die lange Kettenreaktion ausgelöst.

Das Weltbild der Juden, Christen und Moslems war geprägt von Aristoteles,

weil er bereits ahnte, dass die Welt einen Ursprung haben muss.

Die Werke von Archimedes wurden von Römern, Arabern, Chinesen übernommen,

und später von Italienern und Engländern.

Der Beitrag zu Algebra und Geometrie im 11. Jahrhundert vom persischen

Astronomen, Mathematiker und Dichter Omar Khayyam

machte ihn zu einem der ersten grossen Wissenschaftler.

Im 12. Jahrhundert bekam Averroës / Abu Ibn Rušd, arabischer Philosoph, Jurist

und Arzt, den Auftrag, alle Werke des Aristoteles neu zu ordnen und

zu kommentieren, um dem Islam "rein und vollständig die Wissenschaft" zu geben.

Er sah in der Logik die einzige Möglichkeit des Menschen, glücklich zu

werden. Die Logik nach Aristoteles lieferte für ihn die Möglichkeit,

aus den Daten der Sinne zur Erkenntnis der Wahrheit zu kommen.

Die Logik war für ihn das Gesetz des Denkens und der Wahrheit.

Die neuen Einsichten der östlichen Dichter und Denker wurden zu

Grundlagen der westlichen Naturwissenschaft und inspirierte junge Studenten

wie Taccola, Kopernikus, Da Vinci, Machiavelli, Brahe, und Kepler.

Avicenna / Abu ibn Sina war ein persischer Arzt, Physiker, Philosoph, Jurist,

Mathematiker, Astronom, Alchemist und Musiktheoretiker.

Er entwickelte die Theorie der Metaphysik weiter.

"Besser weit und breit, als lang und beschränkt.."

Das Genie des Orients lehrte die Kunst der Medizin und entdeckte

mehrere pflanzliche Heilmittel für viele Krankheiten, wie z.B. Krebs.

Seine Studien wurden vor allem an die Mönche in Latein-Europa weitergereicht.

Sie kannten jedoch einige der neuen Begriffe nicht und übersetzten sie falsch.

Nach Avicenna versuchte die deutsche Medizinerin und

katholische Nonne Hildegard von Bingen das Ganze so zu erklären:

Dieser wunderbare Kosmos hat im Sündenfall einen kleinen Sprung bekommen.

Die Schönheit ist noch da, aber von alleine rundet sich der Kosmos nicht mehr.

Deswegen muss unser Vater aus Liebe in der Welt mitspielen -

Der Schöpfer darf nicht mehr nur Zuschauer bleiben, sondern er kommt auf die Erde

und hilft mit, gibt den entscheidenden Impuls, dass der Kosmos gelingen kann.

Und Heil und Erlösung hat im Christentum niemals bedeutet, dass unsere Seele

erlöst wird, sondern der ganze Kosmos hart und wartet auf die Vollendung.

Hildegard hat gesagt, der Mensch lebt in der Schöpfung, im Kosmos,

in ganz vielen Beziehungen, Bezügen und Verbindungen mit Mensch und Natur.

Was der einzelne Mensch denkt, redet und empfindet hat direkte Auswirkungen

beim Mitmenschen und beim ganzen Umfeld.

Es geht ein Weg vom Herzen bis in die Elemente.

Die Natur spiegelt immer den Menschen.

Leonardo da Vinci bezeichnete sich selber als ein "Schüler der Erfahrung".

Tun und Erkennen waren für ihn gleichermaßen wichtig.

Teilweise wurde seine Tatkraft von seinem großen Forschungsdrang gelähmt.

Zunächst wollte er lernen, Meisterwerke der Kunst zu schaffen.

Mehr und mehr interessierte er sich dann aber für das Wissen über

die Natur und war fasziniert von deren Vielfalt und Schönheit.

Er liess sich auch vom Buch "Automata" von Al-Jazari inspirieren.

Leonardo verband die Vergilsche Sehnsucht 'rerum cognoscere causas'

(die Ursachen der Dinge zu erkennen) mit dem Willen zum sichtbaren Schaffen.

"Für die Ehrgeizigen, die sich weder mit dem Geschenk des Lebens

noch mit der Schönheit der Welt zufriedengeben, liegt eine Strafe

darin, dass sie sich selbst dieses Leben verbittern und

die Vorteile und die Schönheit der Welt nicht besitzen."

- Leonardo da Vinci, Künstler, Architekt, Anatom, Mathematiker,

Mechaniker, Ingenieur, Geologe & Naturphilosoph

Im Fall von Galileo Galilei um 1633 drehte sich um die Frage, ob die Erde

im Mittelpunkt des Universums ruht oder ob die Erde um die Sonne dreht.

Der italienische Wissenschaftler und Theologe wollte für den Freiraum seiner

Wissenschaft innerhalb der Kirche kämpfen und gründete die Päpstliche Akademie.

Doch von Wittenberg aus hat Martin Luthers Reformation die Kirche zurückgedrängt.

Der 30-jährige Krieg zwischen Protestanten und Katholiken

in Mitteleuropa war eine riesige menschliche Katastrophe.

Papst Urban VIII. befürchtete einen weiteren Machtverlust.

Er wollte das Christentum nicht zusätzlich durch eine verkehrte Ansicht

in Gefahr bringen. Galilei begriff, es ging nicht um wissenschaftliche Beweise.

Der Vatikan wollte sich seinen uneingeschränkten Anspruch auf die Wahrheit sichern.

Heute hat sich die Kirche mit der Freiheit von Forschung und Lehre längst arrangiert.

Isaac Newton (1642-1727) legte die Grundsteine für die klassische Mechanik und

beschrieb universelle Bewegungsgesetze, die die Bewegungen der Planeten erklären.

Die gleichförmige Bewegung sei der natürliche Zustand der Materie.

Sein Prinzip der Wechselwirkung inspirierte Politiker in Amerika,

als sie ihr berühmtes politisches System der Gewaltenteilung schufen.

Newton hatte gezeigt, dass schon ein paar universelle Gesetze reichen,

um die Welt der Physik zu erklären, was wieder andere Denker inspirierte,

universelle Gesetze für menschliches Verhalten, Politik und Geschichte zu finden.

Newton wurde zum Helden der Aufständler,

die von vernunftbasierten utopischen Gesellschaften träumen.

Die Anti-Materie hält die Suprastrukturen des Universums zusammen.

 

René Descartes, Philosoph, Mathematiker und Naturwissenschaftler,

machte den ersten Schritt zur Befreiung der Naturwissenschaft von

der philosophischen Spekulation und gilt als Begründer der modernen Philosophie,

indem er rationale Erkenntnismethoden unabhängig und in diplomatischem Abstand

zur religiösen Gewissheit einführte.

Der Franzose gilt als der Begründer des modernen frühneuzeitlichen Rationalismus,

den Spinoza, Malebranche und Leibniz kritisch-konstruktiv weitergeführt haben.

Zu den ersten wissenschaftlichen Kosmologien

gehören seine Prinzipia philosophiae, Grundlagen der Philosophie, von 1644.

Zu den Vorläufern zählt Aristoteles, nachfolgend aufgegriffen wurde die

kosmologische Theorie von Immanuel Kant.

Descartes ist außerdem für das berühmte Dictum "cogito ergo sum"

("ich denke, also bin ich") bekannt, das die Grundlage seiner Metaphysik bildet,

aber auch das Selbstbewusstsein als genuin philosophisches Thema eingeführt hat.

 

 

 

 

Nikola Tesla, der weltgrösste Erfinder, war in der Zeit Edisons weit voraus.

Er hat die elektromagnetische Frequenz der Gedanken entdeckt.

"Unsere Tugenden und Mängel gehören zusammen.

Wie Kraft und Materie - getrennt existiert kein Mensch."

- Nikola Tesla, Erfinder, Physiker und Elektroingenieur

"Wenn Sie die Geheimnisse des Universums herausfinden wollen, denken

Sie in Termen von Energie, Frequenz und Vibration."

 

 

 

 

Der blinde Bergsteiger

Andy Holzer ("Balanceakt - Blind auf die Gipfel der Welt")

hat dennoch eine klare Vorstellung davon, wie die Welt um ihn aussieht.

Er hat die höchsten Berge auf allen fünf Kontinenten bestiegen!

Er sagt: Wenn man vom ersten Tag an nichts sieht,

dann gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder du lebst wirklich wie ein Blinder,

oder du generierst dein Bild im Sehzentrum,

dass er auch gleich arbeitet, wie beim sehenden Menschen.

Wenn du an den gestrigen Tag denkst, oder vor zwei Jahren an einen Sommertag,

dann hast du auch die Bilder im Kopf ohne dass das Sehnerv ein Signal davon liefert.

Das ist extrem genial! Wenn die Leute mal kapieren, wie komplex

die menschliche Wahrnehmung funktioniert, dann ist das fast kein Wunder mehr.

Die Leute in der westlichen Welt glauben, dass 80% der Wahrnehmung

über das Augenlicht funktionieren muss.

Wir verschwenden unsere wesentlich präziseren vier Sinne

für die restlichen 20% der Wahrnehmung. Wenn das w